ArthurBrownMusic.deArthur Brown? Nie gehört, den Namen! Fire? Ach so, der ist das...
So habe ich im Juni 2005 reagiert, als meine Mutter mich schon morgens auf die Loreley schleppte – ich hätte ja noch bissl länger schlafen können nach dem ersten Tag des "Three Days Of Love And Peace-Festivals, aber neugierig war ich schon. Also machten wir uns irgendwann in aller Frühe auf den Weg, da vor Arthur schon ab zehn Uhr die ersten Bands performen sollten.
Tagsüber waren wegen der extremen Hitze nicht sehr viele Zuschauer da, was die Atmosphäre sehr gemütlich und familiär machte – nach der letzten ziemlich durchfeierten Nacht für mich etwas zu gemütlich. Ich war nicht wirklich fit. Dann kam ein vermummter Mensch mit einem Blue System-Shirt (dessen er sich gottseidank schnell entledigte!) über dem Glitzeranzug und einem Stock in der Hand auf die Bühne, und ich fragte mich, ob es sich tatsächlich gelohnt hatte, für das alles so früh aufzustehen. Die Frage hatte sich aber bald erledigt, denn Arthurs Stimme und die gesamte Performance waren einfach überwältigend.
Da meine Mutter schon mit 14 Jahren auf Fire getanzt hatte, wollte sie unbedingt ein Autogramm haben – hier kamen uns die Backstage-Pässe (wieder einmal) sehr zu Hilfe, denn wir mussten nicht wie die anderen am Seiteneingang warten, sondern konnten Arthur quasi von der Bühne weg abgreifen. Ja, und dann war es bei mir vollkommen vorbei: Der konnte ja nicht nur singen, sondern war auch noch richtig sympathisch! Und ich habe es sonst nie erlebt, dass ein Musiker seinen Fan fragt, ob sie nicht ein Foto zusammen machen sollen (die Ergebnisse findet Ihr hier und hier ). Schon witzig... Irgendwie ergab es sich, dass wir ewig lange mit ihm redeten – bis die Fans an der Seite bissl genervt schauten. Schade, ich hätte mich gerne noch länger mit ihm unterhalten.
Leider musste er noch am selben Tag zurück nach Frankreich zu einem anderen Festival, vorher gab es aber noch endlose Bewunderung für die Landschaft, und Chris (War das Chris? Habe ihn nur das eine Mal gesehen.) wollte sich sogar schon bei uns einquartieren. So richtig weg wollten sie nicht (wie übrigens die anderen Bands auch – einige von ihnen sagten, dass sie auf jeden Fall zum Urlaub wieder herkommen wollen), aber musste halt sein.
Irgendwann nach dem Festival habe ich dann interessehalber auf Arthurs Homepage nachgeschaut, ob er vielleicht weitere Termine in Deutschland geplant hatte. Jau, und im November gab's dann die große Freude: Ein Konzert an meinem Geburtstag! Klar musste ich hinfahren!
In Lorsch kam dann erst einmal eine Ernüchterung – das Publikum ging so gar nicht mit (außer unserer Ecke, da feierten so ziemlich alle), aber der Auftritt war richtig klasse. Ich liebe es, wenn man den Musikern den Spaß auf der Bühne ansieht! Am Ende des Pretty Things-Gigs kam Arthur dann auch aus dem Backstage-Bereich und verteilte fleißig Autogramme. Da wir uns auf der Loreley ja so gut unterhalten hatten und ich auch kein Autogramm wollte (hatte ja bereits eins), drehte ich den Spieß um und brachte Arthur einen Bericht von besagtem Festival mit. Er hat sich, denke ich, drüber gefreut, und nachdem ich ihm sagte, wer wir sind (war wieder mit meiner Mutter unterwegs), erinnerte er sich auch an uns.
Außerdem bekam ich ein Geburtstagsständchen gesungen, und wir unterhielten uns wieder ewig lange (sorry an dieser Stelle an alle, die hinter mir gewartet haben...). Nachdem er die anderen Fans "erledigt" hatte, redeten wir nochmal eine ganze Weile, bis wir fahren mussten (blöde glatte Straßen draußen!). Ich fand die Zeit mal wieder viel zu kurz, also beschloss ich, noch mehr Konzerte zu besuchen. So verschlug es mich in den kommenden Tagen nach Bünde, Bonn und Isernhagen.
Jedes Mal tolle Konzerte, und nicht nur Arthur und Nick, sondern auch die Pretty Things, Colin (es lebe das Merchandising, auch wenn ich seinen schottischen Akzent nicht immer so ganz verstanden habe...), Peter, Ross und Scott sind richtig nette Menschen (natürlich auch alle anderen, die ich in dieser Zeit kennen gelernt habe – Grüße an Ed⁄Bonn, Klaus⁄Bünde, Florian⁄Isernhagen und alle anderen, erinnere mich leider nicht an alle Namen, das waren so unheimlich viele!). Ich bin froh, dass ich diese ganzen Konzerte mitgemacht habe, denn besonders der Spaßfaktor war extrem hoch! Und ein ganz, ganz großes Dankeschön an Arthur (und The Pretty Things) für alles. Ja, und um das Warten auf weitere Deutschland-Gigs zu verkürzen, dachte ich mir, baue ich halt mal eine Homepage über den Gott des Höllenfeuers. Das Ergebnis seht Ihr hier!
← Berlin, 05.12.2005